20121225

Weihnachten

Und noch ein Jahr vorbei, es ist kaum zu glauben.
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Fest!

Ich weiß nicht, wie ich zu Weihnachten stehe. Ich liebe die Adventszeit, die Düfte, hin und wieder Schnee, aber nur soviel, dass er nicht liegen bleibt, weil es dann in den nächsten Tagen matschig und ekelhaft auf den Straßen ist.
Ich liebe die Straßen im Winter, die Lichter, ich liebe es, die gestressten Leute auf der Straße zu beobachten, mit ihrem Handy am Ohr, hektisch noch ein paar Geschenke für irgendjemanden kaufen, es ist egal, was es ist, hauptsache, es sieht gut aus! Ich amüsiere mich prächtig.
Aber der Heiligabend... Ich habe immer viel zu hohe Erwartungen an diesen Tag. Ich hoffe immer, an diesem einen Tag im Jahr kommt meine Familie zur Ruhe und bringt sich nicht gegenseitig um den Verstand. Ich hoffe, aber es ist zu viel verlangt, natürlich.
Aber dieses Jahr hat alles getoppt.
Brilliante Idee meines Vaters: Verlegen wir Heiligabend auf den 23.! Weil ihm irgendwas am 24. dieses Jahr nicht passt. Mir wurde erklärt, was genau, aber ich hörte nicht hin, wollte nicht hören, alles was ich hörte, war, dass es seine Schuld ist. Wieder mal.

Schön, also der 23. ...
Baum aus dem Wald holen, dekorieren. Gelang uns dieses Jahr wirklich gut, ehrlich gesagt, es ist ein schöner Baum.
Das Festessen. Natürlich, es war köstlich und ich habe mich wieder mal überessen.
Aber das Chaos blieb nicht aus.
Also... Ein zweigeteiltes Festessen am 23., weil mein älterer Bruder erst am Abend ankam und wir bereits zu Mittag "feierten".
Und am 24. war Stress. 

Wir fuhren nach Budapest, 5 Leute in einem kleinen Wagen. Und den ganzen Tag wurde gepackt.
"Oh natürlich, du hast recht, wir müssen ja den Heiligabend abhalten!"
Kommentar meiner Mutter, als ich ihr sagte, wir sollen später losfahren und sie soll gefälligst nicht so stressen.
Ich weiß nicht, wie ich das "Fest" an sich beschreiben soll. Es war... lieblos, zwischen eine Reise und die Reisevorbereitungen gequetscht.
Alle haben gespürt, wie gezwungen das ganze Theater war.
Die Geschenke waren alle sehr bescheiden. Nichts Besonderes, aber das war nie so. Ich gewöhnte mich daran, dass Weihnachten bei uns immer schon sehr bescheiden war und lernte, dass das Schöne daran nicht die Geschenke, sondern der Friede an diesem Tag ist.
Meine Eltern arbeiten ausnahmsweise nicht bis spät in die Nacht und wir können alle zusammensitzen und einfach gemeinsam nichts tun. Und das war immer schön.
Und dieses Jahr hat es mein Vater verkackt.
Dank ihm war der einzige Tag im Jahr, an dem ich mich voll und ganz auf die Liebe zu meiner Familie konzentrieren konnte, ein Tag wie jeder andere.
Im Auto dachte ich, ich steige aus und fahre mit dem Zug.
Aber ich schwieg. Ich schwieg wie immer.
Ich schweige immer.
Nichts passiert.

Und heute sitze ich, wie die ganze letzte Woche, den ganzen verdammten Tag in der Wohnung, weil ich mich immer noch nicht von meiner Nierenentzündung erholt habe und koche vor Wut.
Ich will mich rächen.
Ich will ihn anbrüllen, er soll aus meinem Leben verschwinden.
Aber ich werde es nicht tun, ich weiß, es wird nie geschehen.

Stattdessen lasse ich jetzt den Hunger die Arbeit für mich tun.
Auf geht's.
Ich darf zwar alles essen, aber von allem nur wenig.
Ganz wenig.

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Gute Nacht, meine Lieben.

Love,
R

20121217

Liebe?

Hallo, ihr Lieben! 

Ich verliere mein Ziel vor Augen. Und das Essen ist irgendwie immer mächtiger als ich.
Ich nehme nicht viel zu, aber trotzdem. Es ist ein scheiß Gefühl. Ich muss etwas dagegen tun. Ich muss, ich muss ich muss! 
Ich bin seit August mit jemandem zusammen und ich bin glücklich. Obwohl es schwer ist. Sehr schwer. Wir sehen uns bestenfalls zweimal im Monat, im Dezember hatten wir Glück, wir hatten bereits zwei Wochenenden zusammen und die Winterferien gehören auch uns.
Aber es tut so höllisch weh.
Ja, es wird besser, es wird leichter.
Es wird mit der Zeit leichter, ihm am Bahnsteig einen Abschiedskuss zu geben.
Aber dieser eine Moment. Wenn der Zug langsam zu rollen beginnt. Es ist egal, auf welcher Seite ich bin.
Dieser Moment, wenn der Zug so weit ist, dass ich ihn aus den Augen verliere und ich auf dem Bahnsteig zurückbleibe, allein. Oder auch wenn der Zug mit mir wegfährt und ich versuche, noch einen letzten Blick nach meinem Liebsten zu  erhaschen.
Ich glaube nicht, dass das jemals leicht sein wird.

Aber die Zeit zusammen ist es wert. Eindeutig!


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hopefully...