20121225

Weihnachten

Und noch ein Jahr vorbei, es ist kaum zu glauben.
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Fest!

Ich weiß nicht, wie ich zu Weihnachten stehe. Ich liebe die Adventszeit, die Düfte, hin und wieder Schnee, aber nur soviel, dass er nicht liegen bleibt, weil es dann in den nächsten Tagen matschig und ekelhaft auf den Straßen ist.
Ich liebe die Straßen im Winter, die Lichter, ich liebe es, die gestressten Leute auf der Straße zu beobachten, mit ihrem Handy am Ohr, hektisch noch ein paar Geschenke für irgendjemanden kaufen, es ist egal, was es ist, hauptsache, es sieht gut aus! Ich amüsiere mich prächtig.
Aber der Heiligabend... Ich habe immer viel zu hohe Erwartungen an diesen Tag. Ich hoffe immer, an diesem einen Tag im Jahr kommt meine Familie zur Ruhe und bringt sich nicht gegenseitig um den Verstand. Ich hoffe, aber es ist zu viel verlangt, natürlich.
Aber dieses Jahr hat alles getoppt.
Brilliante Idee meines Vaters: Verlegen wir Heiligabend auf den 23.! Weil ihm irgendwas am 24. dieses Jahr nicht passt. Mir wurde erklärt, was genau, aber ich hörte nicht hin, wollte nicht hören, alles was ich hörte, war, dass es seine Schuld ist. Wieder mal.

Schön, also der 23. ...
Baum aus dem Wald holen, dekorieren. Gelang uns dieses Jahr wirklich gut, ehrlich gesagt, es ist ein schöner Baum.
Das Festessen. Natürlich, es war köstlich und ich habe mich wieder mal überessen.
Aber das Chaos blieb nicht aus.
Also... Ein zweigeteiltes Festessen am 23., weil mein älterer Bruder erst am Abend ankam und wir bereits zu Mittag "feierten".
Und am 24. war Stress. 

Wir fuhren nach Budapest, 5 Leute in einem kleinen Wagen. Und den ganzen Tag wurde gepackt.
"Oh natürlich, du hast recht, wir müssen ja den Heiligabend abhalten!"
Kommentar meiner Mutter, als ich ihr sagte, wir sollen später losfahren und sie soll gefälligst nicht so stressen.
Ich weiß nicht, wie ich das "Fest" an sich beschreiben soll. Es war... lieblos, zwischen eine Reise und die Reisevorbereitungen gequetscht.
Alle haben gespürt, wie gezwungen das ganze Theater war.
Die Geschenke waren alle sehr bescheiden. Nichts Besonderes, aber das war nie so. Ich gewöhnte mich daran, dass Weihnachten bei uns immer schon sehr bescheiden war und lernte, dass das Schöne daran nicht die Geschenke, sondern der Friede an diesem Tag ist.
Meine Eltern arbeiten ausnahmsweise nicht bis spät in die Nacht und wir können alle zusammensitzen und einfach gemeinsam nichts tun. Und das war immer schön.
Und dieses Jahr hat es mein Vater verkackt.
Dank ihm war der einzige Tag im Jahr, an dem ich mich voll und ganz auf die Liebe zu meiner Familie konzentrieren konnte, ein Tag wie jeder andere.
Im Auto dachte ich, ich steige aus und fahre mit dem Zug.
Aber ich schwieg. Ich schwieg wie immer.
Ich schweige immer.
Nichts passiert.

Und heute sitze ich, wie die ganze letzte Woche, den ganzen verdammten Tag in der Wohnung, weil ich mich immer noch nicht von meiner Nierenentzündung erholt habe und koche vor Wut.
Ich will mich rächen.
Ich will ihn anbrüllen, er soll aus meinem Leben verschwinden.
Aber ich werde es nicht tun, ich weiß, es wird nie geschehen.

Stattdessen lasse ich jetzt den Hunger die Arbeit für mich tun.
Auf geht's.
Ich darf zwar alles essen, aber von allem nur wenig.
Ganz wenig.

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Gute Nacht, meine Lieben.

Love,
R

20121217

Liebe?

Hallo, ihr Lieben! 

Ich verliere mein Ziel vor Augen. Und das Essen ist irgendwie immer mächtiger als ich.
Ich nehme nicht viel zu, aber trotzdem. Es ist ein scheiß Gefühl. Ich muss etwas dagegen tun. Ich muss, ich muss ich muss! 
Ich bin seit August mit jemandem zusammen und ich bin glücklich. Obwohl es schwer ist. Sehr schwer. Wir sehen uns bestenfalls zweimal im Monat, im Dezember hatten wir Glück, wir hatten bereits zwei Wochenenden zusammen und die Winterferien gehören auch uns.
Aber es tut so höllisch weh.
Ja, es wird besser, es wird leichter.
Es wird mit der Zeit leichter, ihm am Bahnsteig einen Abschiedskuss zu geben.
Aber dieser eine Moment. Wenn der Zug langsam zu rollen beginnt. Es ist egal, auf welcher Seite ich bin.
Dieser Moment, wenn der Zug so weit ist, dass ich ihn aus den Augen verliere und ich auf dem Bahnsteig zurückbleibe, allein. Oder auch wenn der Zug mit mir wegfährt und ich versuche, noch einen letzten Blick nach meinem Liebsten zu  erhaschen.
Ich glaube nicht, dass das jemals leicht sein wird.

Aber die Zeit zusammen ist es wert. Eindeutig!


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hopefully...


20121123

Gedruckte Lippen

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Ich habe das Reden verlernt.
Alles, was in mir vorgeht, wird von meinen Lippen aufgehalten. Der Strom, der sonst so gerne geflossen ist, staut sich auf.
Meine Lippen sind zugenäht.
Ich bin eine funktionierende Maschine. Mehr oder weniger.
Ein Mädchen aus meiner Klasse hat Depressionen. Sie wird behandelt. Es wird ihr verziehen, wenn sie nicht zu Schularbeiten kommt. Sie darf sogar die Matura später machen.
Und was ist mit uns? Dem Rest?
Nur weil wir nicht demonstrativ leiden (können) müssen wir die grausam banalen Foltern des Alltags ertragen.
Ich muss in der Früh aufstehen.
Ich muss lächeln.
Ich muss mir die Farbe ins Gesicht schmieren, damit der Schlafmangel und die Tränen nicht offensichtlich sind.
Ich muss weitermachen, aufstehen, über Witze lachen.
Ich muss vorgeben, mir ginge es gut, auch wenn ich dafür lügen und mich überwinden muss.
Was unterscheidet sie von mir? Wieso kriegt sie eine Sonderbehandlung?
Ich beneide sie nicht. Aber ich verstehe nicht.
Ich kenne ihre Familie. Ich kenne ihre Probleme. Vielleicht nicht so gut wie sie selbst aber ich weiß ungefähr, was los ist.
Sie ist sensibel.
Aber das bin ich auch!
Mein dünnes Eis könnte jeden Moment brechen und das eiskalte Wasser könnte mich verschlucken.
Was mache ich anders?
Warum sitze ich nicht täglich mein Inneres nach Außen gestülpt im Klassenraum?
Warum präsentiere ich der Welt nicht mein miserables Befinden auf einem silbernen Teller?
Warum bin ich so gut darin, die Menschen hinter's Licht zu führen?

"Nein, ich habe keinen Hunger."
"Ich bin so satt!"
"Ich bin nur müde."
"Ich hab gestern ehrlich gesagt auch ein bisschen was getrunken, du weißt schon!"
"Ich hab Bauchweh."
"Ich trainiere gar nicht so oft!"
"Ich will nicht mehr abnehmen, keine Sorge!"
"Mir geht es gut, keine Sorge!"

Wieso kann ich das?
Gewohnheit?
Oder bin ich... stärker?

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Es tut mir leid.
Ich weiß, ich bin nicht gut genug.
Es tut mir leid. 

R.

20121011

Ohooo Fettsack bekommt Komplimente?

Ich habe weder Gutes noch Schlechtes zu berichten, was mein Gewicht angeht.
Obwohl.. Heute habe ich doch etwas zu viel Süßes gegessen. Weshalb ich ernsthaft in Erwägung gezogen habe, während dem Unterricht kotzen zu gehen. Was ich dann doch nicht getan habe, aus Angst, meine Tabletten könnten dann mit rauskommen.

Anyway.
Ich nehme nicht zu und nicht ab, was mich etwas verzweifeln lässt. Ich will dünner sein, ich muss dünner sein,  ich will, ich muss, ich will, ich will, ich will, ich muss!! 

Und doch: Gestern im Chemie Unterricht sieht mein Sitznachbar an mir herunter und sagt: "Du Robyn, du hast schon ordentlich abgenommen, stimmt's?"
Ich sehe ihn überrascht an. "Ernsthaft?"
"Ja! Eh schon seit einiger Zeit... Aber das sieht man voll. Steht dir gut!"
"Danke..."

Und jetzt gerade, ich stehe im Gang in der Schule herum, weiß nicht genau, was ich jetzt mit mir anfangen soll, weil ich zwei Stunden Pause habe, der Lehrer kommt vorbei.
Der Lehrer, der alles von mir weiß.
"Na, Robyn. Hast schon wieder ordentlich abgenommen!"
"Ich?!"
"Ja, klar. Bald bist du nur mehr ein Strich."
"Blödsinn, das ist doch übertrieben..."
"Nein, wirklich!"
"Naja... Ich geh dann mal in meine Klasse..."
"Und isst hoffentlich etwas!!"
"Klar..."

Komisch.
Waage, Waage, lügst du, oder lügen die anderen? Oder lüge ich mich selbst an?
 Was geht da vor?

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Love,

Robyn

Fettsack

Mein Leben ist gerade an einem Wendepunkt angelangt und das ist nicht in jeder Hinsicht positiv.

Mit meinem Gewicht und dem Essen, das ist so eine Sache. Es dominiert immer meine Gedanken, es ist immer da, immer sitzt etwas in meinem Hinterkopf und schlägt mit einer Keule um sich, bedroht mich, warnt mich, bestraft mich. Ich darf mich nicht wohlfühlen, das ist ein Privileg, das mir nicht zusteht, ich bin dazu verdammt, in jeder Sekunde meines Lebens das Gewicht, das immer zu viel sein wird, überall auf meinem Körper zu spüren. Und die kleinen, winzigen Momente, in denen ich mich einfach wohl und schön fühle, kleine Glühwürmchen, die so schnell gehen, wie sie kommen, sind mir immer seltener vergönnt. Ein Jammer...

Aber...

Ich habe einen Freund!
Ich habe ihn auf einem Konzert kennengelernt, Anfang Juli. Ein Freund meines Cousins. Obwohl... eher ein Bekannter.
Es war keine bedeutende Begegnung, nichts Magisches, nichts, das mit einer Filmszene zu vergleichen ist, nicht mal romantisch.
Ich war mit einer Freundin auf einem Konzert, das abgebrochen werden musste, weil es zu schütten begonnen hat. Nachdem wir es geschafft hatten, mit dem Sänger zu reden (ich hab sogar einen Handkuss bekommen - ich war ein richtiger kleiner Groupie) gingen wir auf die (Open Air!) Tanzfläche. Im Regen. Meinen Cousin habe ich rein zufällig getroffen, er war mit zwei Anderen unterwegs, einer von ihnen sollte mir später sehr nahe kommen. Und aus irgendeinem Grund wusste ich, dass die interessierten Blicke nicht ohne Folgen bleiben sollten.
Es ist schwer zu erklären, wieso, ohne dass ich arrogant und überheblich klinge. Ich weiß, dass ich bei Männern gut ankomme. Ich weiß wie ich was machen muss. Bei den meisten Männern reicht kurzer Kontakt, um genau zu wissen, welche Rolle ich spielen muss. Welche Bewegungen sie reizen.
Was bin ich heute für dich? Eine Tänzerin mit einer Schwäche für Naturwissenschaften? Zumindest scheinbar. Ich weiß, wie sich eine Tänzerin bewegt und, mit unprofessionellem Auge betrachtet, kann ich sie perfekt nachahmen.
Ich bin sehr groß, habe lange Beine, zarte Hände, lange Wimpern, dunkelrotes, wildes Haar, helle Augen... Und ich weiß, wie ich das einsetzen muss. Ich hasse meine Figur, die Statur, den ganzen überschüssigen Ballast in meinem Körper, aber ich weiß, wie ich das kaschieren muss, um bei Männern gut anzukommen.
Hier, bei ihm, war es etwas anders.
Ich hatte keinen "Heimvorteil", das Element der Überraschung hat mich überrumpelt. Als ich das Tippen auf meinen Schultern gespürt habe, mich umdrehte und meinen Cousin sah, war ich so froh, dass ich für einen Moment alle Fassaden und schweren, roten, Vorhänge vor meiner 24/7 Bühne fallen ließ. Und ab da macht Schauspiel keinen Sinn.
Ich wusste genau, dass er sich melden wird. Und das tat er. Via Facebook. (Weniger romantisch, aber was kann man sich denn heutzutage erwarten? Weiße Brieftauben?! Ich war zufrieden.)
Nach langem Hin- und Herschreiben, das gegen Ende täglich ziemlich oft stattfand, trafen wir uns in einem Café in Budapest. Wir redeten lange und er spielte ein cleveres Spiel. Offensichtlich fand er Gefallen an mir, offensichtlich fühlte er sich zu mir hingezogen, aber er tat nichts, um mir näher zu kommen. Nichts. Keine "unabsichtliche" Berührung, kein Näherrücken (obwohl es in dem Café kuschelige Sofas und außer uns nicht viel Kundschaft gab). Vor dem Einganstor zu meiner Wohnung standen wir dann und redeten... Und spielten. Er, immer noch an der Distanz-Methode festhaltend, und ich... Ich entschied mich, ihn zu foltern. Ich setzte all meine Waffen ein, all die verführerischen Blicke, die Mädchenhaften Hüftbewegungen, die weibliche, offene, liebliche Mimik, alles. Und er wurde schwächer und schwächer, seine Hände fanden bereits ihren Weg zu meinen Hüften, aber er behielt den letzten Funken Stärke, er küsste mich nicht.
Bis ich es dann satt hatte, ihn zu mir zog und den Kuss selbst in die Hand nahm.
Und seitdem treffen wir uns, wann immer wir können, schreiben jeden Tag, zu jeder Zeit und 'skypen' täglich bis zu 6 Stunden, bis spät in die Nacht.
Und ich bin glücklich mit ihm.
(Kleiner Exkurs: Mein Cousin weiß von dem Ganzen nichts und hat nur gesehen, dass er mich auf Facebook geadddet hat. Daraufhin hat er ihn das nächste Mal, als sie sich gesehen haben, darauf aufmerksam gemacht, dass ich seine kleine Cousine bin und er sich, aus zahlreichen guten Gründen, unter anderem der Entfernung und dem Altersunterschied, von mir fernzuhalten hat. Ups. Hat nicht ganz geklappt.)
Er weiß immer noch auf das kleinste Detail genau, was ich bei unserem ersten Date anhatte... :)

Es ist schade, dass er so weit weg wohnt.
Zurzeit ist er die einzige Quelle meiner Zufriedenheit, sonst gibt es hauptsächlich Stress, Ärger, noch mehr Stress, Enttäuschung, noch mehr Ärger... Ach, ich weiß nicht... Wirklich nicht...


Wie geht's euch, meine Lieben? Bald kommt der Winter, freut ihr euch auf die kuschelige Zeit oder sehnt ihr euch nach heißen Sonnenstrahlen? :)
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М


Love,
Robyn

20121002

Herbstdepression + Ich wurde getaggt :D

Ich wurde getaggt! Tatsächlich! Und das, obwohl ich in letzter Zeit so ein blödes Arschloch war und euch so vernachlässigt habe... Danke, Anouk!

Regeln:
- Jede getaggte Person erzählt 11 Dinge über sich selbst.
- Außerdem müssen die 11 Fragen vom Tagger beantwortet werden.
- Du musst 11 weiter Fragen stellen, an die Blogger die du taggen willst.
- Dann musst du 11 weitere Blogs mit weniger als 200 Lesern auswählen und sie informieren.
- Zurücktaggen ist nicht erlaubt!

11 Dinge über mich:
1. Ich liebe rote Haare, ich habe vor kurzem meine Haare kupferrot gefärbt und hatte lange feuerrotes Haar.
2. Ich mag Aufmerksamkeit, aber zu lange im Mittelpunkt stehen ist mir unangenehm.
3. Die Bühne ist meine Welt! Ich liebe es, in eine Rolle zu schlüpfen und sie dann zu präsentieren. Dann gehe ich richtig auf.
4. Ich liebe Bücher, komme aber  viel zu selten zum Lesen.
5. Ich glaube, ich habe gerade eine Fernbeziehung.
6. Ich sehne mich nach Unabhängigkeit und merke gar nicht, wie abhängig ich eigentlich schon jetzt von gewissen Dingen und Leuten bin.
7.  Ich liebe dicke Wollwesten. 
8. Mein Ballkleid dieses Jahr möchte ich selbst nähen und designen. Falls das nicht irgendwie zur Katastrophe wird.
9. Ich liebe meine Schule und habe irrsinnige Angst vor der Matura. Nicht weil's eine Mega Prüfung ist, sondern weil ich dann die Schule nie mehr aus der selben Perspektive sehen werde. ):
10. Ich reise so gerne! Ich möchte jeden Kontinent bereisen und nach der Matura ein Jahr als Au Pair im Amiland verbringen :D
11. Ich freue mich auf den Rest meines Lebens. Wie lang auch immer er sein wird, ich erwarte ihn mit offenen Armen! 



Fragen von Anouk:
1. Was geht dir gerade durch den Kopf?

Meine heutige Tagesplanung. Bloggen - Französisch Hausübung schreiben - Duschen - Wohnung besichtigen - Treffen von einem Ausbilgungsprogramm, an dem ich Teil nehme - Heimgehen - Hausübung - Skypen - Schlaufen.
2. Was bedeutet dir Musik?
Sehr viel. Ich bin zwar für Instrumente zu faul und habe kein Klavier, was ich aber sehr gern mal ändern würde, aber ich liebe singen. Und ohne Musik, die mich durch den Tag begleitet, wäre ich verloren 
3. Wie wichtig ist dir deine Familie?
Meine Mutter, mein Bruder und meine Großmutter sind mir unglaublich wichtig, auch wenn sie mich manchmal verrückt machen. Zu meinem Vater habe ich eine schlechte Beziehung. 
4. Dein größter Wunsch?
Glück und Gesundheit für mich und meine Familie.
Ein Leben zu führen, das Spuren hinterlässt.

5. Viele ganz gute Freunde oder wenig sehr gute Freunde?
Wenig sehr Gute!
6. Lieber eine gute Figur und hässlich oder dick, aber sehr hübsch?Schwierig... aber ich glaube, es kommt auf den Charakter an. (Aber eigentlich: dick aber sehr hübsch)
7. Lieblingsjahreszeit?Sommer und Herbst. Und manchmal Winter und Frühling. Und manchmal alles, und manchmal gar nichts. Gerade jetzt sind's Sommer und Herbst  :)

8. Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
Nah.
9. Was magst du an dir am meisten?
Mein Haar (wenn es nicht schon wieder so brüchig ist), meine Finger, meine Nägel, meine Wimpern, meine Augen und das kleine Muttermal auf meiner rechten Brust :) 
10. Was ist das Schönste, was du je gesehen hast?
Ich sehe so viele schöne Dinge, dass ich jetzt gar nicht beurteilen könnte, welches das Schönste war. Ich kenne viele Menschen, die ich schön finde. Ich habe viel in der Natur gesehen, das schön ist, den Großglockner, den Plattensee, Lake Michigan, das Mittelmeer, den Ozean, viele Wälder, die Donau, den Tiber, Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge. In der Architektur gibt es auch so viele Schönheiten, Rom, Chicago, Milwaukee, Wien, Budapest. Es gibt so viel Schönes auf dieser Welt! 
11. Denkst du, dass du eine gute Freundin bist?Ich tu mein Bestes. Ich hoffe es! Ich habe immerhin (unter anderem!!) ein Wochenende mit meiner Fernbeziehung für eine Freundin geopfert.

Die weiteren Regeln erfülle ich im nächsten Post, ich muss mich erstmal wieder in die Blogger Welt einleben...
Um ehrlich zu sein: es geht mir nicht gut, gar nicht.
Ich vernachlässige euch, meine Lieben, die ihr so treu seid und trotzdem bei mir bleibt, nicht weil ich viel zu tun habe. Zeitmangel ist auch ein Faktor, aber nicht der einzige Grund.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist.
Ich lache, ich weine ab und an, ich habe Freunde und soziale Kontakte, ich habe sogar einen Freund!
Ich gehe fort, ich bin viel unterwegs, ich rede mit Menschen, ich helfe, wo ich kann.
Aber ich will nicht.

Der Wunsch, mich einfach in mein Bett zu verkriechen und den ganzen Tag dortzubleiben, wächst stetig in mir.
Ich blogge so selten, meine lieben, treuen Leser, weil ich das Gefühl habe, ich kann nichts mehr sagen. Ich habe nichts Interessantes zu erzählen.
Es ist wie ein dunkler Mantel, der sich langsam und schwer auf meine Schultern legt. Ich kann keine Gedichte, kaum Texte schreiben, es fällt mir so schwer. Hausaufgaben! Eine einzige Qual.
Ich will keinen Opinion Essay zu irgendeinem bescheuerten Thema schreiben.
Ich habe im Moment doch alles, wieso bin ich nicht glücklich??
Ich sollte glücklich sein, ich sollte zufrieden sein, was ist bloß los mit mir?
Ein falsches Wort und ich breche in Tränen aus.
Es können ganz banale Dinge sein.
Ich bin so leer, ich fühle gar nichts, ein Rohr, durch das ein Wind geht und es gibt einen hohlen, dummen Ton von sich.

Ich fühle mich dumm und unwichtig, obwohl ich weiß, dass ich das nicht bin.
Ich habe den Geschmack von Leben nicht mehr im Mund. Früher sog ich den süßen Saft jedes Momentes aus ihm heraus, ich schluckte ihn gierig oder ließ ihn genießerisch auf der Zunge zergehen. Ich sog jede Sekunde so sehr aus, dass nur noch eine verschrumpelte, trockene Schale von ihr übrig blieb.
Und jetzt? Ich kann es kaum erwarten, bis der Moment endlich vergeht.
Ich sehe die kleinen Dinge nicht mehr, das viele Schöne.
Ich versuche mit dem Lehrer zu reden, aber er hat wenig Zeit und ich habe wenig in mir, das ich von mir geben könnte. Es tobt, aber es ist nicht viel. Aber es will raus. Manchmal wächst es plötzlich und überwältigt mich. Und dann schrumpft es und hinterlässt dumpfe, hohle, dumme Leere.
Und ich esse.
Ich fühle mich leer, versuche die Leere zu füllen, fresse, kotze, fühle mich leer.
Ein Teufelskreis. Sicher nichts Neues für euch.

Mir geht es nicht gut, und das ist keine momentane Laune.
Das ist seit Monaten so.

Ich verstehe Veronica.

Love,

R.

20120908

Feierlaune sieht anders aus

Ich möchte feiern, dass ich heute noch da bin. Heute abend hab ich noch.
Diesen Tag hab ich noch.
Zumindest diese Stunde, diese Minute, diese Sekunde.

Ich möchte einfach nur so betrunken sein, dass alles leicht und egal ist.

20120903

Inspiration

Ich pump euch mal mit ein paar pretty pictures voll:

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Letzter erster Schultag

Ich bin verwirrt.

Und wie.

Das letzte Schuljahr hat angefangen, Senior Year! Ich wurde gebeten, für die Eröffnungsmesse einen Text mit dem Thema Glück zu schreiben. Und ich bin etwas ratlos, benötige dringend Inspiration.


Mein Liebesleben ist auch ein Chaos.
Zu Sommerbeginn gab es einen Mann in meinem Leben.

Im Laufe des Sommers sind drei Männer dazugetreten.
Zwei sind wieder abgetreten.

Mann 1: Der Sportler.

Ich war seit einem halben Jahr mit ihm zusammen, habe mit ihm geschlafen, hatte Angst schwanger zu werden, bin draufgekommen, dass die ganze Beziehung ein masochistisches Fiasko ist und habe sie beendet weil...

Mann 2 gekommen ist. 

Ich habe ihn am Ufer der Donau kennengelernt und er strahlt nur so vor Harmonie und Ruhe. Wir hatten nicht viel Zeit für einander in der Ferien, weil er immer in Wien war, als ich nicht hier war und ich immer hier war, als er unterwegs war.

Mann 3: Der Engländer.
Ich bin mit meinen Klassenkollegen feiern gegangen, da kam uns eine Gruppe Engländer entgegen und fragte uns, wo wir hingehen und ob sie mitkommen könnten. Sie waren mit Interrail unterwegs und für 3 Tage in Wien.
Einer von ihnen, ein ziemlich hübscher, braunäugiger Typ mit dunklen Locken gefiel mir besonders und wir kamen und beim Tanzen sehr nahe.
Am nächsten Tag trafen wir uns in einem Park und am dritten schliefen wir miteinander. Es war eine schöne Zeit, aber sie ist vorbei. (Lustigerweise hat er mir genau jetzt eine Nachricht auf Facebook geschrieben!)

Mann 4: Der Ungar.
Ich habe ihn bei einem Konzert in Budapest kennengelernt, er ist ein Bekannter meines Cousins.
Wir haben eine Weile miteinander geschrieben und als ich das nächste mal in Budapest war, haben wir uns getroffen. Er war sehr sympathisch, intelligent und voller Charme. Als er mich nach Hause brachte, standen wir lange vor der Haustür und redeten und lachten. Er spielte ein gemeines Spiel mit mir; Er kam mir nahe genug, um zu wissen, dass ich ihn anziehend fand und doch küsste er mich nicht. Das trieb er so weit, bis seine Hände schon an meinen Hüften waren und ich ihn kurzerhand bei seinem Nacken zu mir zog und küsste.
Und so nahm eine schmerzhaft-schöne Zeit voller Rotwein, Lachen, Sex, überwältigenden Gefühlen, freudenvollen Wiedersehen und traurigen Abschieden seinen Beginn.
Jetzt bin ich wieder in Wien und er ist in Budapest. Mein Cousin hat ihn (sanft...) bedroht weil er herausgefunden hat, dass wir Kontakt haben und hat ihn daran erinnert, dass ich 10 Jahre jünger bin als er und seine Cousine.
Nicht als würde mich das von irgendetwas abhalten.
Ich rede jeden Tag stundenlang mit ihm auf Skype. Und ich vermisse ihn...

Wieso kann ich nicht zwei ernsthafte Beziehungen führen?
Und eine davon wäre eine Fernbeziehung.

Scheiß auf Monogamie. 

Love,
R.

20120825

Fail

Ich bin ein Häufchen Elend. So wertlos, so unfähig, so verachtenswert und widerlich.
Ihr ahnt es vielleicht. Ich habe zugenommen. Undzwar nicht wenig.
In Kroatien gab es nur Frühstück und Abendessen und beides jeweils von 7 bis 9.
Und was tue ich? Koste einfach alles, esse von allem und nicht wenig. Dazu Rotwein, klar, damit die hämmernde Stimme in meinem Kopf, die mich vom Essen abhalten will, verstummt. Es hat nie vollständig funktioniert, obwohl ich fast jeden Abend, wenn auch nicht besoffen aber doch ordentlich beschwipst war.
Und jetzt bin ich wieder hier.
Der Gang zur Waage gleicht einem Kreuzweg.
Einen Fuß vor den anderen, ganz vorsichtig.
Ich weiß, dass es eine Zahl gibt, die ich noch gerade so ertragen könnte.
Habe diese Zahl im Kopf, konzentriere mich auf sie.
Mehr wird es nicht sein, das kann es nicht!
Tapfer steige ich auf die Waage.
Ich sehe, wie die Zahl wächst, immer weiter wächst und wächst.
Und dann bleibt sie gleich und mich trifft der Schlag.
Schnell runter und wieder raufsteigen, das kann nicht sein, so viel kann es nicht sein.
Doch es ist so, dieselbe Zahl erscheint und ich hasse mich.
Setze mich benommen, warte auf Tränen.
Auf einal steigt dieser unbeschreiblich überwältigeder Hass in mir auf.
Ein so qualvoller Drang, mich für meine Fehler zu bestrafen.
Ich ramme mir die Fingernägel in das Fleisch, ohrfeige mich, so fest ich kann und auf einmal breche ich in Tränen aus.
Ich bin so wertlos. So inkonsequent, so undiszipliniert, SO FETT.

Ich glaube, ich vergrabe mich jetzt unter meiner Decke, bade in Selbsthass und schmiede Pläne, wie ich es diesem fetten Miststück namens Robyn heimzahlen werde.
Wieso tue ich mir sowas bloß an?

20120817

Erkältung im August?!

Also erstens: Das Internet hier macht mich wahnsinnig, ich habe vor kurzem einen Post angefangen und ihn dann als Entwurf gespeichert und jetzt kann ich weder auf meine Entwürfe noch auf die Kommentare oder sonst was zugreifen.
Naja, ich poste das dann, sobald ich wieder normalen Internetanschluss habe...

Zweitens: Kennt ihr das Sziget Festival in Budapest? Es ist der Hammer. Jedes Jahr im August kommen Leute aus alles Welt für eine Woche nach Budapest, um Teil dieses unsagbar geilen Spektakels zu sein.
Ein paar Jungs aus Australien sind extra deshalb hergekommen. Aus Australien!
Aber darüber erzähle ich euch Näheres, wenn ich auch Bilder hochladen kann und mich das Internet nicht um den Verstand bringt.

Drittens: Ich hab mir doch tatsächlich eine Erkältung geholt. IM AUGUST. Und nicht nur das.
Ich war vor kurzem laufen, in dem Dorf, in dem ich quasi aufgewachsen bin. Neben dem Weg stand ein Pflaumenbaum und da ich so guter Laune war, wollte ich mir im Sprung eine Pflaume klauen.
Schlechte Idee.
Ich landete ungeschickt, fiel hin, Blut strömte aus meinem Knie und mein rechter Knöchel fühlte sich an, als wäre er komplett ausgerenkt.
Im ersten Moment war der Schmerz fast unerträglich. Das war vorgestern, mittlerweile kann ich stehen und gehen und der Schmerz hält sich in Grenzen.
Es ist aber trotzdem ärgerlich, dass ich keinen Sport machen kann..


Ich habe während des Festivals bewusst nicht darauf geachtet, was ich esse.
Ich hatte Lust auf einen Hotdog - dann hab ich mir einen geholt. Und er hat göttlich geschmeckt!
Ich hatte Lust auf Baumkuchen - dann hab ich sofort Ausschau nach einem Stand gehalten und hab mir einen gekauft. Und es war der beste Baumkuchen, den ich je gegessen habe.
Es hat einfach gut geschmeckt und ich konnte das Essen tatsächlich genießen.

Zugegeben, ich hab etwas Angst. Samstag morgen fahren wir nach Kroatien... Sommer, Sonne, Bikinis, gutes Essen (gottseidank nicht all inclusive...), blaues Meer... Ach gott, ich freu mich ja, aber ich ertrage es kaum, mich in der Öffentlichkeit im Bikini zu zeigen... Die arme Öffentlichkeit ):

Nun gut, Spaß beiseite, ich habe in den Ferien bereits circa 5 Kilo abgenommen.
Kennt ihr das? Man nimmst sich immer vor, man nimmt soundsoviel in den Sommerferien ab und es wird doch nie was draus (zumindest wars bei mir bis jetzt immer so...)?
Ich hab mir vorgenommen, bis zum Schulanfang etwa 5 Kilo abzunehmen und es scheint wirklich, tatsächlich zu funktionieren.
Ich werde euch übrigens bald mein Gewicht und meine genaue Größe wissen lassen, ich glaube, ein BMI von mittlerweile 21.3 und bald (sobald ich mein Schulanfangs-Wunschgewicht erreicht habe) 20.7 ist nicht mehr so beschämend...

Ich koch mir mal eine heiße Suppe. Gegen das Halsweh. IM AUGUST..

Love,
R.


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20120728

Ich

Ich bin seltsam.
Ich bin nichts und alles.
Ich will so viel und gebe mich mit so wenig zufrieden.

Ich will Gesundheit und Glück.
Ich hungere, rauche, kiffe, trinke. Ich verhungere nach Leben.
Ich esse, ich verzichte auf Suchtmittel. Ich bin satt vom Leben.
Ich möchte etwas und tue es nicht.
Ich möchte eine Beziehung.
Ich werde auf einen Mann aufmerksam, ich verliebe mich.
Ich merke, dass ich unglücklich bin.
Ich lerne einen anderen kennen, ich glaube, glücklich zu sein.

Ich betrüge den ersten.
Ich verfalle den dunklen Augen eines Dritten.
Ich betrüge sie alle.
Ich liege in irgendwelchen Armen und könnte schwören, ich wäre glücklich.

Ich gehe unter den Neonröhren der U-Bahn entlang und auf einmal wird mir klar, ich bin traurig.
Ich suche eine Lösung und der Teufelskreis beginnt erneut.
Ich will Liebe, ich will so viel, dass ich darin ertrinke.
Ich verlange bedingungslose Treue, ich toleriere keinerlei Betrug.
Ich will selbst treu sein und je mehr ich mich anstrenge, desto öfter gehe ich fremd.
Ich behaupte, es sei mir egal, ob ich die Einzige bin und leide Höllenqualen.
Ich tröste mich mit Wiens Nachtleben, der Musik, den Lichtern, dem Alkohol, dem Rausch.

Ich will Liebe, ich will Sex, ich will es immer und immer wieder, ich will es andauernd.
Ich will begehrt werden.
Ich will mich selbst lieben und werde von Selbsthass verzehrt.

Ich will ein Vorbild sein und doch gegen Regeln verstoßen.
Ich will rebellieren, provozieren, schockieren. 
Ich will Bewunderung und Anerkennung.
Ich will dünn sein.

Und ich glaube allen Ernstes daran, dass alles gut wird, wenn ich dünn bin.
Ich glaube allen Ernstes, dass ich glücklich werde, sobald ich dünn bin.

Nur noch ein Kilo.
Nur noch einer.

Ich schwör's dann wirst du glücklich.
Versprochen.

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Love,
R.

20120712

Budapest, meine tragische Heldin

Ich bin in Budapest.
Deshalb auch die Funkstille, obwohl das mittlerweile leider nichts Besonderes mehr ist. Umso dankbarer bin ich jedem einzelnen Leser, der geduldig auf meine Posts wartet und sie liest. DANKE <3
Der folgende Teil ist etwas politisch, wen das nicht interessiert, einfach bis zum nächsten Absatz überspringen:

Wieso tragische Heldin? Die wirtschaftliche und politische Lage meines Landes, Ungarns, ist im Moment, wie viele vielleicht wissen, sanft ausgedrückt... beschissen.
Ich will nicht näher darauf eingehen, sonst lässt der liebe Herr O., den ich und generell alle Ungarn so gern haben und der meinem Land so viel Freude und Sonnenschein und vor allem PRESSE- UND MEINUNGSFREIHEIT gebracht hat (Sarkasmus lässt grüßen), meinen Blog vermutlich sperren.
Nur so viel dazu: Die Stadt verfällt. Meine wunderschöne Stadt, mein wunderschönes Budapest, es verfällt. Die Häuser sehen aus, als würden sie bittere Tränen weinen, als würden sie dem einst allseits präsenten Glanz nachtrauern. Die Fassaden brökeln, Obdachlose auf den Straßen, sie wagen nur furchtsam einen Blick gen Himmel, nicht dass ihnen etwas auf den Kopf fällt.
Und gleichzeitig: Immense Ausgaben, wir wollen doch die Olympia zu uns holen, wir haben ja mehr als genug Geld! Der Umbau beim Südbahnhof Budapests wurde lahmgelegt weil die finanziellen Mittel nicht gegeben sind, aber ein neues, pompöses Stadion können wir uns leisten, natürlich! Einfach die Steuern auf alles erhöhen, bald wird die Atemluft versteuert.
Und doch liebe ich diese Stadt. Wenn sie sich, trotz der immensen Last auf ihren Schultern, in Form von wunderschönen Monumenten erhebt und sich tapfer Touristen und Einheimischen präsentiert. Budapest ist eine Komposition, ich kann mein tiefe Liebe, meinen Stolz und mein Mitgefühl mit dieser Stadt gar nicht in Worte fassen. Ich liebe ihren Mief, ich liebe ihre Parks, ich liebe ihre Tränen und ich liebe ihre Schönheit.

Nun gut, Themenwechsel, nicht dass euch hier fad wird.

Ich habe ein Buch über Magersucht gelesen, es heißt "Auf Stelzen gehen" von Lena S.
Ich finde es schlecht. Ich hasse ihren Schreibstil, ich hasse ihn, jede Seite war die reinste Qual, ich habs ausschließlich aus Prinzip fertiggelesen, weil ich nie ein Buch bei der Hälfte weglege.
Klar, es hebt sich ab, ist mal was Neues aber... Gott, es ist einfach schlecht. Meiner Ansicht nach.

Was meinen persölichen Fortschritt angeht: Ich nehme ja doch etwas ab. Ein bisschen, zwei Schritte nach vor, einen zurück, wieder zwei vor, wieder einen zurück. Entwicklung? Nur im Schneckentempo, ich muss "anzahn". Loslegen, weitermachen.
Manchmal ist mein Anblick im Spiegel unerträglich. Ich könnte heulen, könnte alle Glasflächen zerschlagen, alles kaputthauen. Die widerlichen Arme, die schwabbeligen Beine, dieses Fass anstelle eines flachen Bauches! Ekelhaft.
Und dann.. Manchmal, ganz selten, ist der Blick in den Spiegel in Ordnung.
Ach, es ist so anstrengend. Einfach anstrengend.

Was sich sonst so tut, kommt das nächste Mal, das Internet hier bringt mich etwas auf die Palme...

Love,
R.

20120704

Summer Holidays!

Oh Gott, es ist so heiß...
Jeden Tag hat es mindestens 38 Grad, ich bin am Abend schon um 9 immer müde und außerdem habe ich keine Shorts für das Fitness Center, was mir ernsthaft die Lust daran nimmt, überhaupt hinzugehen, ich hasse es!
Immerhin klappt das mit dem Abnehmen recht gut. In den Ferien möchte ich mindestens 10 Kilo runter haben, ist doch zu schaffen, in zwei Monaten, oder? Einen Kilo hab ich schon.

Was mein restliches Leben so betrifft...
Ich fühle mich hin und wieder wirklich schön und begehrenswert und dann sehe ich mich aus einem ungünstigen Winkel im Spiegel und verachte mich so sehr, dass es schon fast wehtut. Ich sehe die Veränderungen im einen Augenblick und im nächsten scheinen sie wie vom Erdboden verschluckt.
Einmal traue ich mich, in Shorts auf die Straße zu gehen, weil ich auf einmal meine, meine Beine wären doch recht straff und gar nicht mal so dick und auf einmal stehe ich in irgendeiner Ecke und kneife mir in das vermeintliche Fett an meinen Schenkeln. Vermeintlich? Ich weiß es nicht.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man trotz der Pille danach schwanger wird? Ich hatte nämlich meine Tage seit fast eineinhalb Monaten nicht mehr und das ist doch etwas beunruhigend...
Gestern habe ich mit dem potenziellen Vater geredet...
Oh Gott, ich fühle mich wie so eine psychopatische Schlampe, die um jeden Preis ihren Kerl behalten will und mit der "Ich muss mir dir reden... Ich bin vielleicht schwanger"-Nummer kommt.
Fortsetzung folgt...

Ein Thema, über das ich gerade lieber rede, sind die Feiern, an denen ich in letzter Zeit so war. Da wäre einmal die kleine Party in meinem Hinterhof, wo reichlich gesoffen, blau rumtelefoniert und gekifft wurde. Am nächsten Morgen konnte ich nicht in die Schule (wir haben an einem Montag gefeiert) weil das Mädchen, das bei mir übernachtet hat, sich so schlecht gefühlt hat. Naja, viel hab ich sowieso nicht verpasst, es war die letzte Schulwoche.
Dann war da der Donnerstag vor Schulschluss, den wir mit ein paar Klassenkollegen auf der Straße verbracht haben. Ich glaube, wir sind quer durch Wien gependelt und haben uns dann im Stadtpark den Sonnenaufgang angesehen. Es war echt witzig.
Dieser Sonnenaufgang hat mich übrigens so sehr inspiriert oder berührt oder wie auch immer man es nennen mag, dass ich entschieden habe, (vorerst) diesen Sommer keine Zigarette anzurühren. Bis jetzt klappt´s ganz gut, es kostet mich auch keine Überwindung.
Und als krönender Abschluss des Schuljahres war ich mit einer meiner liebsten Freundinnen, die gerade aus Neuseeland zurückgekommen ist, am Freitag in einer Disco.
Vorher haben wir noch etwas Grünzeug (das und Shisha rauchen ist erlaubt ;D) geraucht und es hatte so eine heftige Wirkung, wie noch nie zuvor.
Ich fühlte mich, als würde ich mich selbst von außen beobachten und bildete mir beim Tanzen zu den besten britischen Songs ein, alle um mich hätten auf einmal Fischköpfe. Und draußen hätte ich schwören können, dass meine Tasche tropft. Es war unglaublich überzeugend und faszinierend.
Das gehört wiederholt.

Ich danke euch für eure Treue!

Love,
R.

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20120618

Challange Accepted!

Kann man eine Sexbeziehung mit Gefühlen führen?
Ich habe ja sowas ähnliches mit dem Sportler... Aber ich bin mir nicht sicher, ob es mir gut tut. Ich bin verletzt, wenn er mich versetzt, undzwar sehr. Aber das ist doch natürlich, oder? Das muss es doch sein.
Gestern war die Prämiere meines Stückes. Ich spiele Aphrodite, eine der Hauptrollen. Ich hab ihm schon vor Monaten gesagt, dass das stattfindet und dass es schön wäre, wenn er kommen könnte.
Tja, er ist nicht gekommen. Und wisst ihr, wann er mich das hat wissen lassen?
Während des Stückes.
Ist das normal?! Was soll das? Und wie soll ich darauf reagieren??
Ich hasse ihn und ich mag ihn so gerne... Es ist als würde ich ihn eine Klippe runterstoßen wollen und dann schnell nach unten rennen wollen, um ihn aufzufangen. Furchtbar.
Es ist ähnlich wie mit der Waage.
Übrigens:
Es war nur eine Phase (siehe letzter Post).
Als ich heute auf die Waage gestiegen bin und sie einen Kilo mehr angezeigt hat, bin ich auf dem Scheißding herumgetrampelt.

Aber:
Ich habe einen Artikel in einer Zeitung gefunden, der eine ganz interessante Diät Technik vorstellt, einiges hab ich auch noch nicht gewusst. Die Zeitung ist übrigens die 'Österreich'... Meine Damen und Herren, es sinkt für sie: das Niveau. Ich weiß nicht, oft steht so ein Schmarrn da drin, das ist ein Wahnsinn. Es ist keine Qualitätszeitung, aber hin und wieder findet man ja doch ganz nette Dinge darin, solang es nicht um Wirtschaft oder Politik oder sonst irgendwas, das wirklich relevant für die Gesellschaft ist, geht.
Wie auch immer, in diesem Artikel wird eine 3 wöchige Diät erklärt, die eine Moderatorin gemacht hat. Unter anderem verzichtet sie ganz auf Zucker, Kohlenhydrate und Alkohol und betreibt 5mal die Woche Sport in kleinen Einheiten.
Ich glaube, ich probier das mal (ganz leicht abgeändert) aus. Ich fang sofort damit an. Challange accepted!
Macht wer mit?

Hier ist der Artikel, sagt bescheid, wenn es nicht lesbar ist! (Vielleicht könnt ihr es am PC abspeichern, dann könnt ihr ranzoomen)

20120616

I'm feeling sexy and free

Ihr werdet euch vielleicht wundern und ich bin mir auch nicht sicher ob das bloß eine Laune ist oder ein richtiger Zustand, aber; Ich fange langsam an, meinen Körper zu mögen!
Heute blickte ich meiner größten Angst ins Auge: Shorts und kurze Röcke. Ich sehe mich nur selten dazu gezwungen, Shorts anzuziehen, aber heute war es so dermaßen heiß, dass ich keine andere Wahl hatte. Außerdem bin ich gestern bei einem Schulfest mit der Band der Schule aufgetreten, habe 3 Lieder gesungen und wurde mit Unmengen von Komplimenten überhäuft. Das hat mir einen ordentlichen Selbstbewusstseins-Kick verpasst.
Heute hatte ich Theater-Generalprobe und bin in Shorts recht selbstbewusst herumgelaufen (und das obwohl ich restfett von gestern bin!).
Ich habe dann sogar meine Wadenmuskeln im gefürchteten Ganzkörperspiegel im Schlafzimmer meiner Eltern bewundert!
Und ich war bei der Donau.
Schwimmen.
Im Bikini.
UND
Ich habe mich wohl gefühlt.
Nach kurzem Zögern habe ich zuerst langsam meinen Rock runtergezogen, dann etwas sicherer und zugegebenermaßen aufreizender auch mein Top über den Kopf gezogen und lässig auf den Plastiksteg fallen lassen. Und als ich dann mit einem Kopfsprung im Wasser landete, nach einer kurzen Schwimmtour wieder am Steg lag und die Abendsonne genoss, fühlte ich mich wirklich wohl. Nicht wie ein Model, aber einfach nur gut.
Ich weiß, ich bin nicht so dünn wie die ganzen Mädels auf den Bildern, die ich so eifrig sammle und bewundere, aber ich fühle mich zurzeit einfach wohl. Hin und wieder habe ich Selbsthass-Phasen aber wer hat die nicht?
Ich frage mich nur... Was ist Phase und was ist Zustand?
Das werde ich wohl noch sehen...




PS1: Kleiner Buchtipp: Ingrid Noll - Die Häupter meiner Lieben
Wahnsinnig gut geschriebene, wirklich gute Geschichte von drei starken Frauen. Hab gerade angefangen zu lesen, es gibt auch einen Film, dessen Ende ich zweimal zufällig gesehen habe. Wirklich sehens- und lesenswert!

PS2:
Danke an die liebe Anonym, die mir vor ein paar Tagen ein so süßes Kommentar hinterlassen hat! Sobald du selbst etwas gepostet hast, lass es mich wissen, ich würde es sehr gerne lesen! :)
Und:
Liebe Julie, danke auch für dein Kommentar, ich kann nicht oft gebug erwähnen, wie sehr mich sowas freut, immer wenn ich im Posteingang ein Briefchen von Blogger habe, mache ich innerlich einen Freudensprung. Danke auch, dass du mich deine Meinung hast wissen lassen! Ich komme leider nicht oft dazu, vom Laptop zu posten (weil er so langsam ist, dass es aggressiv macht...) und vom Handy ist es sehr anstrengend, Kommentare zu beantworten, manchmal geht es nicht einmal... Aber ich werde versuchen, auf alle zu reagieren, du hast recht, so ist es wirklich persönlicher :)

Gute Nacht, meine Lieben!

Love,
R